Typen & Marktpreise


demnächst hier: Farben & Papiere – Michel-Katalogisierung, Stand der Prüfung, Stand der Forschung [Einführung Marktpreise]



Gedanken zur zukünftigen Katalogisierung (redaktionell bearbeitet durch Dr. Carsten Burkhardt, Februar 2008):


1. Der Borkengummi ist keine Unterart der normalen Gummierung. Sie sollte nicht mit den „normalen“ Markenvarianten zusammen dargestellt werden. Eine gesonderte Tabelle nur für die Marken mit Borkengummi würde die Übersichtlichkeit verbessern


2. Die beiden Zähnungsarten Kamm- und Kreuzzähnung sollten bei den Einzelfarben, wo sie auftreten, getrennt katalogisiert werden (A und C, Vgl. Gemeinschaftsausgaben Mi. Nr. 941/942)


3. Die Papiere sollten wieder unterschieden werden, allerdings nach Normung der Unterschiede und farbbezogen und nicht wie im Michel bis 2003 ohne klare Trennlinie. Ob eine Unterscheidung in 2 (v und w) oder 4 Papiere (p1 bis p4) sinnvoll erscheint, sollte geprüft werden. Davon unabhängig sollte für die Forschung angestrebt werden, die Papiere nach Zempel (a bis m) zu unterscheiden.


4. Die Farbkatalogisierung sollte basierend auf der jetzigen präzisiert werden. Dabei sollte vermieden werden, dass Marken umgekennzeichnet werden müssen. Doppelbuchstaben wie aa oder ab sollten bei neuen Farben in Zukunft vermieden werden, stattdessen eher c, d, e, f etc. Die Entscheidung, ob eine Farbvariante katalogisiert wird oder nicht, darf nicht von der Redaktion eines Katalogherstellers getroffen werden. Viele gestempelt häufige Varianten sind postfrisch selten bis sehr selten und gehören in den Katalog, auch wenn die gestempelte Variante eine „Massenfarbe“ ist. Man sehe sich nur die Entwicklung der Marktpreise bei Mi. Nr. 218aa und 223aa an, um diese Unterschiede zu verdeutlichen.


5. Die Trennlinien zwischen den Einzelfarben sollten im Konsens der Prüfer festgelegt werden. Wenn kein Konsens erzielt werden kann, sollte weiter auf eine Farbprüfung verzichtet werden.


6. Bei den UV-leuchtenden Marken der Wertstufen 10 und 60 Pfennig sollten die unterschiedlichen Farbtöne leuchtendgelb und mattgrün katalogisiert werden, wenn Konsens erzielt werden kann, evtl. auch in 3 Tönen.


7. Die im Michel-Spezial bei den Köpfe I sorgsam gepflegte Spalte „Gestrichelter Kreis“ ist unsinnig und Platzverschwendung. Es kommen bei dieser Ausgabe keine nennenswerten Mengen an Gefälligkeitsabstempelungen vor, die eine gesonderte Preisauszeichnung, zumal noch bei den Farbtönungen, Plattenfehlern und Druckereizeichen rechtfertigen würden. Sinnvoller wäre eine Preisangabe für Falzmarken.


Das Köpfe-Projekt