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Druckperiode 1 (1948 bis 1949)
Papiere s und t. Der Beginn des Druckes und erste Auflagen bei allen Wertstufen , Folgeauflagen von häufiger gebrauchten Wertstufen, erste Druckkontrollvermerke
Tabelle 1 Bisher bekannte früheste Verwendungen der Marken der Köpfeserie
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Druckperiode 1 |
Frühester Nachweis |
Wertstufen |
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vor 15.10. |
2, 6, 12, 60 |
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bis 20.10. |
8, 10, 15, 16 |
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bis 02.11. |
20, 25, 30, 40 |
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bis 05.11. |
24 |
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bis 26.11. |
50, 80, 84 |
Druckperiode 1 A (September 1948 bis 15.10.1948)
Druckplatte 1 (Laufende Numerierung 001)
Druckplatte 2 (Laufende Numerierung 002)
Kennzeichen: Bögen ohne Randleisten, Papier s und t, frühe Farben, Borkengummi, nur 2, 6, 12 und 60 Pf, immer einzeln (vgl. 1 B)
Zuerst erschienen die Wertstufen zu 2, 6, 12 und 60 Pf. Die frühesten Stempeldaten liegen um den 15.10.1948. Die ersten Auflagen hatten keine Randleisten. Es lassen sich frühe Farben feststellen, die später nicht wieder verwendet wurden. Bei allen Platten wurde das frühe Papier s und entsprechend Borkengummi nachgewiesen. In dieser Druckperiode treten viele Farbvarianten auf: Bei der 2 Pf unterschiedliche Varianten von FF1 und FF2, bei der 6 Pf FF3 und FF7, bei der 12 Pf mehrere Varianten von FF2, bei der 60 Pf FF6 und FF5 in unterschiedlichen UV-Farben.
Als Ergebnis der Bogenforschung kann festgestellt werden, dass bei allen vier Wertstufen jeweils zwei unterschiedliche Platten existieren. In Kenntnis der Tatsache, dass sich bei der nächsten Druckperiode 1B jeweils zwei Nutzen mit derselben Wertstufe auf einer Druckplatte befanden, kann man davon ausgehen, dass dieses Verfahren auch bei der ersten Druckperiode angewandt wurde.
Zähnungsvarianten: Bei allen 4 Wertstufen kann Kreuzkammzähnung nachgewiesen werden (Kürzel SOC), in Kammzähnung treten folgende Varianten auf:
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02 |
NO |
NO NW1 |
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06 |
SO |
SW2 |
|
12 |
NO NW1 |
NO |
|
60 |
SW1 |
SO |
Die oberen Nutzen wurden demnach mit den Wertstufen 02 bzw. 12 Pf bestückt, die unteren mit 06 bzw. 60 Pf. Welche Wertstufe sich auf welcher der beiden Druckplatten befand, lässt sich nicht feststellen. Aus didaktischen Gründen wird folgende Zusammenstellung festgelegt:
Druckplatte 1 besteht aus 12+12 / 60+60
Druckplatte 2 besteht aus 02+02 / 06+06
oder 02+02 / 60+60 und 12+12 / 06+06.



Die beiden oberen Nutzen


Die beiden unteren Nutzen
die 60 Pf ist auch als SW1-gezähnt nachgewiesen, aber nicht im kompletten Bogen:

60 Pf in FF6 mit Borkengummi, Zähnung SW1
Ergänzung am 18.10.2025
Nach Fertigstellung des Entwurfes für die ersten Druckplatten fiel auf, dass bei jeder der vier Wertstufen zwischen der hier verwendeten ersten Platte und der mit senkrechten Randleisten noch eine zweite existiert, die abweichende Feldmerkmale besitzt. Man kann sicher einige der Feldmerkmale als Beschädigungen und Abnutzungserscheinungen deklarieren, aber ein Problem lässt sich nicht wegdiskutieren: Die Zähnungen sind anders.
Tabelle . Zusammenstellung der Zähnungsvarianten der ersten beiden Platten der Wertstufen 2, 06, 12 und 60 Pf (gekürzt, Kreukammzähnung wurde weggelassen)
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Randleiste? |
Druckplatte |
Zähnungsvariante |
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02 |
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oRL |
OR001 |
NO |
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Platte 2 |
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089 100 |
oRL |
- |
NO |
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068 [27/100] |
oRL |
- |
NW1 |
|
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06 |
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Platte 1 |
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Platte 1b |
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oRL |
- |
SO |
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Platte 2 |
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091 100 |
oRL |
UL |
SW2 |
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12 |
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Platte 1 |
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014 100 |
oRL |
OL001 |
NO |
|
015 [85/100] |
oRL |
OL001 |
NW1 |
|
Platte 2 |
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|
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025 100 |
oRL |
- |
NO |
|
|
|
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60 |
|
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|
Platte 1 |
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- |
|
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002 100 |
oRL |
UL001 |
SO |
|
074 [4/100] y |
oRL |
UL001 |
SW1 |
|
Platte 2 |
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|
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045 100 |
oRL |
- |
SO |
Es gibt für diese unterschiedlichen Zähnungsvarianten drei mögliche Erklärungen:
These 1: Es gab parallel zwei Druckplatten, die unterschiedlich bestückt waren.
These 2: Die zweite Variante wurde von der Rückseite aus perforiert. Das müsste sich durch die Stanzungsrichtung der Löcher nachweisen lassen.
These 3: Wie bei der folgenden Druckperiode 1B wurden jeweils zwei Nutzen mit derselben Wertstufe bestückt. Die Druckerpresse hatte zwar vier Farbwerke für vier verschiedene Wertstufen, aber bei der zweiten Runde hat man nicht vier, sondern nur zwei genutzt. Es ist wahrscheinlich, dass diese Verfahrensweise bei der ersten Periode auch so angewandt wurde.
Zusammenstellung der Druckplatten aus These 1
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Druckplatte 1 |
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Druckplatte 2 |
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12 |
02 |
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02 |
12 |
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60 |
06 |
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06 |
60 |
Tabelle Stanzlöcher der Bögen aus obiger Aufstellung
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1 |
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2 |
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12 |
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02 |
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02 |
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12 |
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60 |
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06 |
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06 |
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60 |
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Auswertung: Wenn von vorn perforiert wird, lässt sich eine Wulst nachweisen, die absinkt. Diese lässt sich bei allen untersuchten Bögen nachweisen. These 2 wird verworfen. These 3 wird favorisiert. Eine Zuordnung zu den beiden Platten, welche der jeweiligen Wertstufen auf welcher angeordnet war, ist nicht möglich.
Druckplatte 1 besteht aus 12+12 / 60+60
Druckplatte 2 besteht aus 02+02 / 06+06
oder 02+02 /60+60 und 12+12/06+06